Bericht der SZ vom 22.März 2013 von Petra Schafflik

So ein Abstimmungsergebnis hat Seltensheitswert: Quer durch alle Fraktionen votierte der Hebertshausener Gemeinderat am Dienstag einmütig gegen Bürgermeister Michael Kreitmeir (FBB). Konkret ging es um den maroden Parkplatz beim Sportheim an der Bürgermeister-Rabl-Straße, der befestigt werden soll. Bei dem Vorhaben wird nun, so will es der Gemeinderat, der Sprotverein mit einem zinslosen Darlehen unterstützt. Nicht beispringen wollte dem Sportverein dagegen der Bürgermeister. Denn der für das Sportheim samt Außenanlagen bewilligte Gemeindezuschuss von 20% sei längst ausbezahlt, so der Rathauschef. Auf Wunsch des Plenums wurd die Gemeinde nun ein Kreditangebot ausarbeiten.

Das der Parkplatz am bereits im Jahr 2000 fertiggestellten Sportheim befestigt werden muss, war im Gemeinderat nie strittig. Denn die Sportstätte südlich der Amper wird von der Spielvereinigung Hebertshausen (SpVgg), der Schützengemeinschaft Waldfrieden und dem Sportkegelclub Waldfrieden mit insgesamt 1400 Mitgliedern rege genutzt. Auch außerhalb des Sportbetriebs kommen viele Bürger in die Vereinsgaststätte, weil dort der einzige großzügige Saal im Gemeindebereich oft für Feste und Veranstaltungen genutzt wird. Alle "empfinden den Parkplatz als Schandfleck" schreibt SV Vorstand Thomas Riedel in seinem Antrag an die Gemeinde. Doch der Bau von ordentlichen Stellplätzen einschließlich Entwässerung würde 64000 € kosten. Eine Summe, die der Verein alleine nicht schultern kann, wie Riedel im Gemeinderat erläuterte. Der SV werde werde das Projekt "nach unseren Mitteln und Möglichkeiten" unterstützen , konkret könnte der Verein 20000 € aufbringen und beisteuern. Aber der Parkplatz sei vorrangig "Aufgabe der Gemeinde"

Als kommunales Projekt mochten die Gemeinderäte den Parkplatz nicht gerade bewerten. "Aber es ist eine Investition in die Infrastruktur", betonte Simon Wallner (CSU). Dem Vorschlag von Richard Reischl (CSU) "Gespräche über ein zins- und vorläufig tilgungsfreies Darlehen aufzunehmen", fand breite Zustimmung- gegen das Votum des Bürgermeisters Michael Kreitmeir (FBB)